Lesbische und teilweise auch trans* Sichtbarkeit: Ingeborg Boxhammer von lesbengeschichte.org stellt euch alle Filme, Dokus etc. vor.

Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln Ingeborgs persönliche Meinung wider – und ihren Humor … Seitdem erscheinen die Infos – in der Regel – alle zwei Wochen.

Zur besseren Einordnung gibt es im Anschluss eine subjektive Sternchenbewertung.

 

Sa, 10.04., ONE 12:35 Uhr: Karambolage, FRA 1952, R: Marcel Bluwal+ (Der potenzielle Schwiegersohn [Jean-Claude Brialiy] des Generaldirektors [Louis de Funés] wird von seiner Zukünftigen genarrt, die ein mögliches lesbisches Techtel andeutet – nur um ihn zu reizen, versteht sich! Cholerische Louis-de-Funés-Komödie! Alain Delon in einer Gastrolle.)

So, 11.04., arte 09:30 Uhr: Geisterkomödie, UK 1945, R: David Lean+ (Ein Schriftsteller [Rex Harrison] lädt zu Recherchen ein Medium, Madame Arcati [Margaret Rutherford], zum Abendessen mit seiner Frau ein, muss aber feststellen, dass dies den Geist seiner früheren Frau herbeibeschwört … Manche Forschende sahen in der „burschikosen“ Madame Arcati ein maskulines Verhalten, also einen Hinweis auf möglicherweise lesbische Lebensweise)

So, 11.04., RTL2 22:30 Uhr: R.E.D. – Älter, härter, besser, USA 2010, R: Robert Schwentke+ (Ironisch gemeinter Agenten-Thriller mit RentnerInnengang: Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman legen den Bösewichtern das Handwerk und retten auch noch Mary-Louise Parker, die zwischendurch fälschlicherweise für lesbisch gehalten wird. Streckenweise unterhaltsam – Helen Mirren allemal!)

So, 11.04., Sat1 23:25 Uhr: V wie Vendetta, UK/USA/D 2006, R: James McTeigue** (Ein faschistischer Großkanzler [John Hurt] beherrscht einen Überwachungsstaat, gegen den ein mysteröser Gegenspieler, V [Hugo Weaving] antritt. In einer Gefängnisszene lässt eine wegen ihres Lesbischseins inhaftierte Frau ihre Zellennachbarin an ihrem Leben teilhaben … In Teilen spitzfindiges Fantasydrama)

So, 11.04., ARD 00:05 Uhr: Leb wohl, meine Königin, FRA/SPA 2011, R: Benoït Jacquot***** (Das Kostümdrama erzählt die Ereignisse am Hof von Versailles rund um den Sturm auf die Bastille im Juli 1789 aus Sicht einer Vorleserin [Léa Seydoux] der Königin Marie-Antoinette [Diane Kruger], die diese vergöttert …)

Fr, 16.04., 3sat 22:25 Uhr: L.A. Confidential, USA 1997, R: Curtis Hanson+ (Polizeikrimi, in den Fünfzigern angesiedelt, um drei Cops [Kevin Spacey, Guy Pearce und Russell Crowe], suchen nach einem Polizistenmörder. In einer Partyszene ist ein Frauenpaar in weißem Frack zu sehen.) 

Sa, 17.04., SWR/SR 05:30 Uhr: Ich und die anderen. Lesbisch. Schwul. Jung, D 2016 (Jugendmagazin zur Unterstützung junger Menschen, die im Selbstfindungsprozess mit sich hadern und auch mit Anfeindungen von außen umgehen müssen)

Sa, 17.04., ARD 01:15 Uhr: Der Wolf: Tote Hunde beißen nicht, DK/Norwegen 2008***** (Detektiv Varg Veum muss eine aufstrebende konservative Politikerin beschützen, die bedroht wurde und außerdem seit zwei Jahren eine heimliche Geliebte hat – was sie öffentlich leugnet … Halbwegs spannender Krimi)

Mo, 19.04., arte 13:45 Uhr: Der Schnüffler, USA 1967, R: Gordon Douglas* (Tony Rome [Frank Sinatra] beschattet die Tochter seines Auftraggebers und stößt bei seinen Recherchen auf ein lesbisches Sexarbeiterinnen-Paar, über das er sich lustig macht. Lesbisches dient dem frauenverachtenden Murks lediglich als Gag.)

Mo, 19.04., ARD-alpha 19:15 Uhr: Respekt: LGBTQI* – (k)ein Problem mit sexueller Vielfalt?, D 2020 (Menschen, die lesbisch, schwul, bisexuell, transgender, queer, intersexuell leben, sind nur vordergründig in der Gesellschaft als selbstverständlich akzeptiert)

Di, 20.04., HR 23:55 Uhr: Cloud Atlas, USA/D 2012, R: Tom Tykwer, Lana & Andy Wachowski, Roman: David Mitchell+ (Cineastischer Leckerbissen in sechs Erzählsträngen über philosophisch-weltgeschichtliche Zusammenhänge – mit vielen Stars [Tom Hanks, Halle Berry, Jim Broadbent, Hugh Grant, Susan Sarandon, Hugo Weaving u. a.] in immer und immer wieder anderen Rollen: Dabei spielen z. B. Schwarze Weiße oder umgekehrt – und genderübergreifend ist es – vermutlich Dank Lana, ehemals Larry Wachowski – sowieso. Die Story ist an manchen Stellen etwas dünn, aber insgesamt sehenswert, wenn mitunter auch sehr brutal in Szene gesetzt) 

Mi, 21.04., 3sat 20:15 Uhr: N E U ! Gestern Frau, heute Mann – Geschlechtsangleichung als Trend?, D 2021 (Ob der provokant rechtslastiges Gedankengut bedienende Titel wirklich eine gute Idee war? Mich macht er skeptisch.)

Mi, 21.04., SWR/SR 23:30 Uhr: Sex, DK 2020, R: Amalie Naesby Fick****** (Nach dem Kuss einer interessanten lesbischen Kollegin gerät eine junge Frau, die sich eigentlich als hetera definiert, völlig aus dem Häuschen, kann sich aber während des ganzen Films (bzw. der ursprünglich 6 Episoden) nicht zwischen boyfriend und girlfriend entscheiden. Ermüdend. – Oder ob ich einfach altersmäßig mit diesem Herumeiern nichts mehr anfangen kann??)

Do, 22.04., ONE 21:30 Uhr: Kroymann, D 2020 (Wiederholung einer Sketchfolge von und mit Maren Kroymann) 

 

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

  • Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …
  • Zurzeit befinden sich im Fernseh-Verteiler über 130 Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden. Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar: http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de; https://lesbenring.de
  • Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort “Lesbengeschichte” Sparkasse KölnBonn IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX.
  • Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.
  • Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.
  • Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.org.

 

Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2020)