Lesbische und teilweise auch trans* Sichtbarkeit: Ingeborg Boxhammer von lesbengeschichte.org stellt euch alle Filme, Dokus etc. vor.
Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln Ingeborgs persönliche Meinung wider – und ihren Humor … Seitdem erscheinen die Infos – in der Regel – alle zwei Wochen.
Zur besseren Einordnung gibt es im Anschluss eine subjektive Sternchenbewertung.
Sa, 18.04., arte 13:50 Uhr: Allied – Vertraute Fremde, USA 2016, R: Robert Zemeckis** (Romantischer Spionagethriller: Während des Zweiten Weltkriegs trifft ein britischer Spion, Max Vatan [Brad Pitt], in Marokko die Spionin, Marianne Beausejard [Marion Cotillard] – oder ist Marianne womöglich eine Doppelagentin? Max hat eine Schwester, die lesbisch und auch Spionin ist.)
So, 19.04., ZDFinfo 12:05 Uhr: Die 2010er Jahre – Jahrzehnt der Illusionen: 2017 bis 2019, D 2025 (Überblicksreportagereihe, in der gesellschaftliche, kulturelle und politische Ereignisse des Jahrzehnts erinnert werden, u. a. auch die gnädige Erlaubnis der Mehrheitsgesellschaft, dass homosexuelle Paare sich auch offiziell das Ja-Wort geben dürfen)
So, 19.04., ONE 00:00 Uhr: Miss Marple: Ein Mord wird angekündigt, UK/USA 2005, R: John Strickland*** (In einer Kleinstadt, in der Miss Marple [Geraldine McEwan) gerade zu Gast ist, wird öffentlich ein Mord angekündigt, der alle auf den Plan ruft. Unter den Verdächtigen gibt’s auch ein lesbisches Paar – aber furchtbar klischeehaft dargestellt!)
Di, 21.04., Kabel 20:15 Uhr: Taffe Mädels, USA 2013, R: Paul Feig* (Zwei völlig unterschiedliche Polizistinnen [Sandra Bullock und Melissa McCarthy] müssen gezwungenermaßen zusammenarbeiten, obwohl sie nicht viel voneinander halten. Grundlage ist die einer romantischen Screwball-Comedy – ach, und was hätte daraus werden können … Nope, Klischees pur – wie gehabt!)
Mi, 22.04., arte 14:00 Uhr: Das gestohlene Bild, FRA 2024, R: Pascal Bonitzer** (Ein einfacher Arbeiter entdeckt ein echtes Gemälde von Egon Schiele in seiner Wohnung, das die Nazis einer jüdischen Familie raubten – diese eigentlich hinreichend aufregende Hintergrundgeschichte fand Pascal Bonitzer offenbar langweilig und uninteressant. Deshalb mussten eine nervige durchgeknallte Praktikantin, ein nerviger eingebildeter Auktionator und dessen Ex-Frau in den Vordergrund gespielt werden. Reichte noch nicht: Es musste auch noch eine lesbische Episode her. Schade, vielleicht hätte bei einem anderen Regisseur ein akzeptabler Film dabei herauskommen können…)
Sa, 25.04., BR 20:15 Uhr: Einspruch, Schatz! – Ein Fall von Liebe, D 2023, R: Thomas Freundner** (ChrisTine Urspruch ist die in Leipzig praktizierende Anwältin Eva Schatz. Ihr neuer Fall: Eine Altenpflegerin droht nach dem Tod ihrer Frau der Verlust des gemeinsamen Kindes. Ihre Schwiegereltern erheben Anspruch auf das Sorgerecht – und wenig später sogar der Vater, der bisher keinerlei Erwartungen hatte, aber nun mit einem neuen Partner eine Familie gründen möchte. Ein bissel überfrachtet, aber insgesamt ganz unterhaltsam)
So, 26.04., SIXX 22:25 Uhr: Up in the Air, USA 2009, R: Jason Reitman+ (Der skrupellose Ryan Bingham [George Clooney] ist Vielflieger und dafür zuständig, Menschen in Filialen zu entlassen. Er verliebt sich unterwegs in Bonuskartensammlerin Alex [Vera Farmiga], muss aber erkennen, dass sein Lebenstraum sich nicht erfüllt. Zu Ryans Überraschung zieht Alex auch lesbische Beziehungen für sich in Betracht. Kluges und entlarvendes Gesellschaftsporträt, toll gespielt und inszeniert und: absolut sehenswert!)
So, 26.04., ORF1 22:45 Uhr: Anna, FRA 2019, R: Luc Besson*** (Die KGB-Auftragsmörderin Anna Poliatova [Sasha Luss] hat neben Affären mit Männern auch eine mit ihrer Kollegine [Lera Abova].)
Mo, 27.04., ZDF 00:15 Uhr: Kokon, D 2020, R: Leonie Krippendorf****** (Die 14-jährige Nora [Lena Urzendowski] zieht mit ihrer älteren Schwester Jule und deren Clique im heißen Sommer 2018 durch Berlin-Kreuzberg. Als sie bei ihrer ersten Menstruation sichtbar für alle blutet und ihr das peinlich ist, kommt ihr Romy [Jella Haase, bekannt aus „Fack ju Göthe“] zu Hilfe. Nora verliebt sich prompt. Gut beobachtetes Teenagerinnen-Drama.)
Fr, 01.05., SuperRTL 20:15 Uhr: E-M@il für dich, USA 1998, R: Nora Ephron+ (Nora Ephron (1941–2012) nahm den Plot von Lubitsch’ „Rendezvous nach Ladenschluß“ (1940) und verlegte ihn als kompliziert-naive Liebesgeschichte zwischen Buchhändlerin Kathleen [Meg Ryan] und Konzernchef Joe [Tom Hanks] in die späten Neunziger. Joe erzählt, dass die Frau seines Vaters mit dem Kindermädchen durchgebrannt ist)
++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++
- Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …
- Zurzeit befinden sich im Fernseh-Verteiler über 130 Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden. Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar: http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de; https://lesbenring.de
- Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“ Sparkasse KölnBonn IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX.
- Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.
- Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.
- Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.org.
Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:
Wertung nach dem Sternchenprinzip
* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.
* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.
* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!
* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.
* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.
* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.
* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …
* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!
+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.
© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2023)