Lesbische und teilweise auch trans* Sichtbarkeit: Ingeborg Boxhammer von lesbengeschichte.org stellt euch alle Filme, Dokus etc. vor.

Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln Ingeborgs persönliche Meinung wider – und ihren Humor … Seitdem erscheinen die Infos – in der Regel – alle zwei Wochen.

Zur besseren Einordnung gibt es im Anschluss eine subjektive Sternchenbewertung.

 

Sa, 20.11., WDR 07:20 Uhr: Transgender – im falschen Körper geboren, D 2021, R: Anne-Madlen Gallert, Anke Klingemann (Reportage aus der Reihe „Sehen statt hören“, Magazin in Gebärdensprache: Porträt von Bruno, der als Margrit 60 Jahre den Wunsch verdrängte, ein Mann zu sein)

Sa, 20.11., RTL2 22:30 Uhr: Starsky & Hutch, USA 2004, R: Todd Phillips+ (Neuauflage der Siebziger-Jahre-Serie, in der zwei grundverschiedene Cops [nervig ohne Ende: Ben Stiller und Owen Wilson] einen Drogenring auffliegen lassen wollen. In einem Techtel mit zwei Cheerleaderinnen sollen die beiden Frauen einander küssen, um den Cop anzumachen.)

Sa, 20.11., ZDFneo 22:05 Uhr: Basic Instinct, USA 1992, R: Paul Verhoeven**** (Polizist Nick Curran [Michael Douglas] gerät in den Bann der des Mordes verdächtigen Schriftstellerin Catherine Tramell [Sharon Stone]; ihre Geliebte muss dafür dran glauben. Umstrittener und überschätzter Hetero-Sex-Thriller)

So, 21.11., arte 20:15 Uhr: Edgar, USA 2011, R: Clint Eastwood* (Biografisches Porträt über den Bolschewismus fürchtenden FBI-Gründer J. Edgar Hoover [Leonardo DiCaprio], der in den sechziger Jahren in seiner Behörde Informationen über Personen sammelt, die er loswerden will, u. a. den intimen Briefwechsel zwischen Eleanor Roosevelt und Lorena Hickock.)

Di, 23.11., ORF2 23:40 Uhr: 7 Göttinnen / Zornige indische Göttinnen, Indien/D 2015, R: Pan Nalin**** (Sieben Freundinnen schwelgen in diesem Drama in ihren Erinnerungen, als eine von ihnen auf Goa heiraten will – anders als erwartet: ihre Liebste…) 

Mi, 24.11., tagesschau24 23:35 Uhr: Kroymann (z. B. hier eine Folge der Sketchserie (Wiederholung)

Do, 25.11., Phoenix 20:15 Uhr: Queer Balkan, D 2021, R: Wolf-Christian Ulrich (Reportage, die danach fragt, wie Kunstschaffende auf dem Balkan in Bosnien, Bulgarien und Serbien mit der teilweise hasserfüllten Ablehnung umgehen, die ihnen dort mitunter sehr gewaltsam entgegenschlägt)

Do, 25.11., Phoenix 02:15 Uhr: Queer-Point Deutschland, D 2020 (Reportage über queere Menschen in Berlin)

Fr, 26.11., Tele5 20:15 Uhr: The Wrestler – Ruhm, Liebe, Schmerz, USA 2008, R: Darren Aronofsky** (Gefeiertes Porträt eines alternden Wrestlers [Mickey Rourke], der sich sein verkrachtes Leben im Ring aus dem Leib schlagen lässt. Seine lesbische Tochter [Evan Rachel Wood] kann da auch nix machen. Merkwürdige Wrestling- und Rourke-Hommage; nix für mich.)

Fr, 26.11., Vox 22:15 Uhr: Princess Charming, D 2021 (Es geht weiter mit der Kuppelshow für Lesben.) 

Mi, 01.12., ARD 02:00 Uhr: Im Zweifel, D 2015, R: Aelrun Goette* (Die engagierte Pfarrerin Judith Ehrmann (Claudia Michelsen) betreut neben ihrem Kirchenjob Angehörige von Unfallopfern und fürchtet plötzlich, ihr Mann und ihr Sohn könnten in einen Fall von Fahrerflucht verwickelt sein. In einer Sitzung der Landessynode setzt sie sich für die Anerkennung einer lesbischen Pfarrerin ein)

Do, 02.12., arte 22:30 Uhr: Toni Erdmann, D/Österreich 2015, R: Maren Ade+ (Ein Vater [Peter Simonischek] möchte sich seiner entfremdeten Tochter [Sarah Hüller] wieder annähern und scheut nicht davor zurück, sich vor ihren Karrierekolleg_innen zum Affen zu machen. Ungewöhnliche Beziehungsstudie, die letztlich auch die Tochter zu ausgefallenen Reaktionen bringt. Dabei spielt Nacktheit eine Rolle, die ihre Assistentin beinah falsch versteht. – Die Publikumsreaktionen reichten von „ganz großes Kino“ bis zu „was soll der Scheiß?“ Ich gehöre zur Großes-Kino-Fraktion!)

Do, 02.12., Sat1 23:00 Uhr: R.E.D. – Älter, härter, besser, USA 2010, R: Robert Schwentke+ (Ironisch gemeinter Agenten-Thriller mit RentnerInnengang: Bruce Willis, Helen Mirren, Morgan Freeman legen den Bösewichtern das Handwerk und retten auch noch Mary-Louise Parker, die zwischendurch fälschlicherweise für lesbisch gehalten wird. Streckenweise unterhaltsam – Helen Mirren allemal!) 

Fr, 03.12., ProSieben 20:15 Uhr: Ghost in the Shell, USA/UK 2017, R: Rupert Sanders* (Remake der Comic-Verfilmung von 1995: Nachdem sie in einem Unfall beinah ihr Leben gelassen hätte, wird Mila Kilian [Scarlett Johansson] mit künstlichen Ersatzteilen zu einem weiblichen Cyborg, der Verbrecher jagt. Sie küsst auch schon mal eine Frau)

 

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

  • Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …
  • Zurzeit befinden sich im Fernseh-Verteiler über 130 Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden. Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar: http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de; https://lesbenring.de
  • Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“ Sparkasse KölnBonn IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX.
  • Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.
  • Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.
  • Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.org.

 

Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2020)