Lesbische und teilweise auch trans* Sichtbarkeit: Ingeborg Boxhammer von lesbengeschichte.org stellt euch alle Filme, Dokus etc. vor.

Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln Ingeborgs persönliche Meinung wider – und ihren Humor … Seitdem erscheinen die Infos – in der Regel – alle zwei Wochen.

Zur besseren Einordnung gibt es im Anschluss eine subjektive Sternchenbewertung.

 

So, 29.01., ZDFinfo 08:15 Uhr: Liebe, Lust und Leidenschaft – Sex im geteilten Deutschland, D 2023 (Reportage mit Zeitzeug*innen über Hetero- und Homosexualität in DDR und BRD)

So, 29.01., Sat1 20:15 Uhr: Ocean’s 8, USA 2018, R: Gary Ross* (Der Diebinnenfilm ist ein sogenanntes Spin-off der Ocean’s Trilogie: Die Schwester von Ganove Danny Ocean, Debbie Ocean [Sandra Bullock], plant mit der ambivalenten Lou [leider nur mit einem Winzhauch lesbischer Erotik: Cate Blanchett] einen spektakulären Juwelenraub. Mit von der Partie sind u. a.: Rihanna, Sarah Paulsen, Anne Hathaway, Helena Bonham Carter. Die lahme Inszenierung wagt nix und gewinnt daher auch nix)

So, 29.01., SIXX 21:55 Uhr: Jenny’s Wedding, USA 2014, R: Mary Agnes Donoghue****** (Als Jenny (Katherine Heigl) ihre Liebste, Kitty, heiraten will, entscheidet sie sich für ein Coming out auch gegenüber ihrer tradtionsbewussten konservativen Familie. Das sorgt für Trubel auch in deren Lebens- und Beziehungsstrukturen. Nette Komödie, die leider das lesbische Leben nur streift)

Mo, 30.01., HR 14:30 Uhr: Eins ist nicht von dir, D 2015, R: Udo Witte* (Bürgerliche Posse: Als Rache für seine Affären mit anderen Frauen hinterlässt eine Ehefrau ihrem Mann die Information, eines der gemeinsamen Kinder sei nicht von ihm. Witwer Uli (Michael Gwisdek) stolpert dabei auch über lesbische Freundinnen seines Sohnes.)

Mi, 01.02., arte 19:40 Uhr: N E U ! Re: Der Feind ist schwul – Zunehmender Hass in Russland, D 2022 (Seit 2013 steht in Russland die positive öffentliche Darstellung von Homosexualität unter Strafe; das ist mit dem Einmarsch in die Ukraine freilich nicht besser geworden …) 

Do, 02.02., RBB 23:30 Uhr: Thelma, Norwegen/FRA/DK/Schweden 2017, R: Joachim Trier****** (Die streng religiös erzogene Thelma studiert in Oslo Biologie, kann sich aber weder gegen ihre epilepsieähnlichen Krampfanfälle noch gegen die Kontrolle ihrer Eltern zur Wehr setzen. Die anziehende Chemiestudentin Anja scheint sie erst recht aus dem Tritt zu bringen. Atmosphärisch dichtes und im Stile eines Horrorfilms inszeniertes Emanzipationsdrama) 

Fr, 03.02., 3sat 20:15 Uhr: Die Akte General, D 2015, R: Stephan Wagner* (Hervorragend besetzter biografischer Blick auf Fritz Bauer (1903-1968), den wegen seiner jüdischen Herkunft im NS verfolgten hessischen Generalbundesanwalt, der gegen alle Widerstände sowohl für die Ergreifung des SS-Obersturmbannführers Adolf Eichmann (1906-1962) wie auch in den 1960er Jahren für die sogenannten Auschwitz-Prozesse gegen nationalsozialistische Täter sorgte. In diesem – meiner Meinung nach besten – der drei zuletzt gedrehten Filme über Fritz Bauer gibt es auch eine Szene mit seiner lesbischen Ehefrau.)

Fr, 03.02., ONE 21:00 Uhr: Casting, D 2017, R: Nicolas Wackerbarth* (Bei einem Casting zu einem Film zu Ehren des schwulen Regisseurs Rainer Werner Fassbinder geht es auch um eine lesbische Beziehung wie in Fassbinders „Die bitteren Tränen der Petra von Kant“)

Fr, 03.02., ProSieben 22:20 Uhr: 300, USA 2006, R: Zack Snyder+ (Verfilmung des historisierenden Cartoons von Frank Miller, der sich auf eine Schlacht bezieht, die sich 480 v. Chr. zwischen Spartanern und Persern ereignet hat: überflüssiger kriegsverherrlichender Meuchelfilm, der auch einen persischen Klischee-Harem mit einander befingernden Frauen zeigt)

Mo, 06.02., arte 23:45 Uhr: Coming Out, FRA 2019, R: Denis Parrot (Reportage über die Vielfältigkeit des Coming Out im 21. Jahrhundert, das zunehmend auf Internet-Plattformen stattfindet)

Mo, 06.02., ZDF 00:05 Uhr: N E U ! Glück/Bliss, D 2021, R: Henrika Kull (Sexarbeiterin in einem Berliner Bordell verliebt sich in eine Kollegin)

Mi, 08.02., tagesschau24 23:35 Uhr: N E U ! ! Kroymann und das liebe Geld, D 2023 (Neue Sketche mit Maren Kroymann und Jasmin Shakeri, Wolke Hegenbarth, Godehard Giese, Sara Fazilat, Minh-Khai Phan-Thi, Andreas Hoppe, Wolfgang Michael, Marek Harloff, Katharina Hirschberg, Laura Osswald, Diana Amft uvm.)

Do, 09.02., HR 23:15 Uhr: Rosa Wölkchen 2023 – Gay is schee, D 2023 (Queere Karnevalssitzung aus Frankfurt am Main)

Do, 09.02., HR 01:15 Uhr: Rosa Wölkchen – Das Beste aus den vergangenen Jahren (Zusammenschnitt)

 

++++GRUNDSÄTZLICHE INFOS++++

  • Die Fernsehtipps entstanden ca. Anfang 2007 als Service für Freundinnen. Inhaltsangaben und Wertungen spiegeln meine persönliche Meinung wider – und meinen Humor …
  • Zurzeit befinden sich im Fernseh-Verteiler über 130 Privatpersonen, Initiativen und Institutionen (von Dresden bis Saarbrücken; von Kiel bis Tübingen), die jeweils ihre Verteiler damit bedienen. Veröffentlichungen sollten bitte mit mir abgesprochen werden. Derzeit sind die Tipps hier nachlesbar: http://www.phenomenelle.de; www.lespress.de; https://lesbenring.de
  • Die Tipps bekommt ihr in der Regel im Zwei-Wochen-Rhythmus und UNENTGELTLICH. Sehr gerne könnt ihr aber hin und wieder etwas für www.lesbengeschichte.org spenden und damit die Zukunft dieser Seiten sichern: Ingeborg Boxhammer, Stichwort „Lesbengeschichte“ Sparkasse KölnBonn IBAN: DE 6637 0501 9803 0093 3579 BIC: COLSDE33XXX.
  • Bis 04:30 Uhr morgens ordne ich alle Sendungen dem Vortag zu.
  • Bis auf ganz wenige Ausnahmen berücksichtige ich keine Serien und keine unmittelbaren Wiederholungen! Selten oder erstmals im TV gezeigte Produktionen kennzeichne ich mit „NEU“.
  • Regelmäßig aktualisierte Listen zu lesbischer Liebe in deutschen, deutschsprachigen oder koproduzierten Spielfilmen, Dokumentationen, Reportagen und Talkshows findet ihr unter „Lesben & Film“ auf www.lesbengeschichte.org.

 

Der Sternchenbewertung im Spielfilmbereich liegen folgende Kategorisierungen zugrunde:

Wertung nach dem Sternchenprinzip

* * * * * * * * 8 Sterne: Lesbisches macht mehr als 90 Prozent der Handlung aus. Ohne dies würde der Plot nicht mehr funktionieren. Lesbischsein/“Anderssein“ wird hier nicht negativ bewertet.

* * * * * * * 7 Sterne: Es geht überwiegend um lesbisch handelnde Frauen. Sie erhalten selbstverständliche Dominanz innerhalb des auch anderes ausführenden Handlungsstrangs.

* * * * * * 6 Sterne: Neben der Hauptthematik ist mindestens ein dominanter Handlungsstrang mit lesbischen Frauen vorhanden und unübersehbar!

* * * * * 5 Sterne: Implizit eindeutig lesbischer Tenor, die Geschichte wirkt jedoch etwas gebremst oder dient lediglich dazu, das Thema süffisant auszuschlachten.

* * * * 4 Sterne: (Nebenrollen-)Lesben oder lesbische Affären werden sind deutlich sichtbar und über einige Sequenzen des Films präsent.

* * * 3 Sterne: Innige/intensive Freundschaft oder Hassliebe mit lesbischen Möglichkeiten oder Ansätzen, die selten verfolgt werden.

* * 2 Sterne: Es taucht mal „etwas Lesbisches“ auf, wird erwähnt oder gezeigt; mal ein Kuss, mal ein tiefer Blick oder eine eindeutige Anmache …

* 1 Stern: So wenig Lesbisches ist hier drin, dass es immer wieder zu übersehen ist!

+: (Queere) Andeutungen und/oder Zwischentöne, Trans*-Darstellungen oder sog. Hosenrollen.

© Ingeborg Boxhammer (Bonn 2005/2020)

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